Profil und Programm der Altendorfer Grundschule

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Das Profil der Altendorfer Grundschule

Die Altendorfer Grundschule ist eine öffentliche Grundschule für alle Kinder, die im Schulbezirk leben.

Sie ist eine verlässliche Grundschule mit einem offenem Ganztagsangebot.

Der Anfangsunterricht an der Altendorfer Grundschule wird jahrgangsübergreifend als Eingangsstufe organisiert.

Durch die Teilnahme am regionalen Integrationskonzept wird sichergestellt, dass Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in unserer Schule passgenau geholfen wird, sowie durch präventive Maßnahmen Lern- und andere Schulprobleme frühzeitig erkannt und behandelt werden. Hier wird eine enge Kooperation mit Lehrkräften des zuständigen Förderzentrums angestrebt.

Dem Schulleben wird eine hohe Bedeutung beigemessen, da hier der Zusammenhalt aller an der Schule beteiligten Menschen gefördert wird.

Grundlage unserer schulischen Arbeit ist die Orientierung an den übergeordneten Bildungsprinzipien, die im Schulgesetz festgeschrieben sind: Sozialerziehung, Gesundheitserziehung, Sicherheitserziehung, Mobilitätserziehung, Medienerziehung, interkulturelle Erziehung und Sexualerziehung.

Intensive Zusammenarbeit mit den Eltern ist die Grundlage von Schulentwicklung und Öffnung von Schule im Einzugsgebiet. Elternmitbestimmung und –mitarbeit haben ihren festen Platz im Schulalltag.

Die Altendorfer Grundschule arbeitet intensiv mit verschiedenen Institutionen zusammen, wie z. B. der Kindertagesstätte „Haus für Kinder“, dem Schulzentrum Deegfeld, der Euregio-Bücherei, der Polizei, dem Jugendamt, örtlichen Beratungsstellen, der Städtischen Galerie, der Kunst- bzw. Musikschule, etc.

Die Altendorfer Grundschule pflegt intensiven Kontakt und Austausch mit Partnerschulen in anderen europäischen Ländern und darüber hinaus. Diese internationale Zusammenarbeit ist im Unterricht verankert.

 

Die Organisation des Lernens in der Altendorfer Grundschule

Jeweils ca. 15 Monate vor der Einschulung werden im Rahmen der Schulanmeldung bei allen im darauf folgenden Schuljahr schulpflichtigen Kindern die deutschen Sprachkenntnisse in einem kindgerechten spielerischen Verfahren festgestellt. In enger Kooperation mit den Kindergärten und Tagesstätten werden Sprachfördermaßnahmen möglichst in deren Räumen von speziell dafür qualifiziertem Lehrpersonal durchgeführt.

Mit dem Schuljahresbeginn 2006/2007 wurde die veränderte Eingangsstufe in der Altendorfer Grundschule eingerichtet.

Ziel der Arbeit in der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern. Es gibt keine Zurückstellung vom Schulbesuch mehr.

In der Schuleingangsphase, die die Jahrgangsstufen 1 und 2 umfasst, lernen Schülerinnen und Schüler mit günstigen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und auch mit besonderen Begabungen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, deren Schulfähigkeit noch nicht ausreichend ausgeprägt ist. Langsam lernende Schülerinnen und Schüler und solche, die schneller lernen oder besondere Begabungen aufweisen, werden individuell und gezielt gefördert.

Der Unterricht soll die Lernchancen aller Kinder verbessern. Jedes Kind erhält individuelle Unterstützung, um möglichst weit voranzukommen. Das selbst organisierte Lernen, das von der Lehrkraft begleitet wird, steht im Mittelpunkt.

Die Kinder besuchen die jahrgangsübergreifende und altersgemischte Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Danach wechseln sie in den 3. Schuljahrgang. Schnell lernende Kinder können bereits nach einem Jahr in den 3. Schuljahrgang wechseln. Kinder, die mehr Zeit benötigen, können drei Jahre in der Eingangsstufe bleiben und rücken danach in den 3. Schuljahrgang auf.

Um die Schulanfänger von Beginn an gezielt zu fördern und zu fordern, ist eine Schuleingangsdiagnostik erforderlich. In Zusammenarbeit mit den Kindergärten und mit Zustimmung der Eltern werden am Ende der Kindergartenzeit und in den ersten Unterrichtswochen das Sozial- und Arbeitsverhalten, Sprachverhalten, mathematisches Grundwissen und motorische Fähigkeiten beobachtet. Die Auswertung dieser Beobachtungen trägt dazu bei, die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten von Anfang an bestmöglich zu fördern und zu fordern.

Bei der Erstellung individueller Förderpläne werden die Lernvoraussetzungen des einzelnen Schülers - ausgehend von dessen Stärken – mit dem Ziel erfasst, für ein bestimmtes Ziel geeignete Fördermöglichkeiten in bestmöglicher Lernumwelt zu finden.

Die Förderpläne beinhalten Lern- und Entwicklungsziele sowie die erwartete Dauer der erforderlichen Fördermaßnahmen. Der Entwicklungsverlauf des Kindes wird fortlaufend beobachtet und mit den Eltern besprochen, ebenso wie notwendige Änderungen der geplanten Maßnahmen.

Ab Klasse 3 werden die Kinder in einer altershomogenen und leistungsheterogenen Gruppe im Klassenverband unterrichtet. Der Unterricht wird in besonderer Weise qualifiziert durch Maßnahmen der inneren Differenzierung und durch die Teilnahme am Regionalen Integrationskonzept. Förderunterricht findet im Klassenverband, aber auch in Klassen übergreifenden Förder- und Fordergruppen statt. Dazu werden die Kinder von den Fachlehrern in Gruppen eingeteilt und in zwei bis vier Gruppen entsprechend den Lehrerstunden, die zur Verfügung stehen, unterrichtet.

Das Kollegium der Altendorfer Grundschule orientiert sich bei der Leistungsbeurteilung in den verschiedenen Fächern an den auf der Ebene des Landkreises Grafschaft Bentheim abgesprochenen Beurteilungskriterien. In gemeinsamen Fachkonferenzen wurden diese Kriterien verabredet und sollen regelmäßig evaluiert werden. Sie werden den Eltern bei Elternabenden vorgestellt und erläutert.

Am Ende des vierten Schuljahrgangs wird den Eltern eine von der Klassenkonferenz entsprechend den Vorgaben des Kultusministeriums beschlossene Schullaufbahnempfehlung für ihr Kind gegeben. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei entsprechend ihrem Notenbild und ihrem Lern- und Leistungsvermögen zum Zeitpunkt der Aussprache der Schullaufbahnempfehlung eingeschätzt. Die Eltern haben das Recht, sich diese Empfehlungen ausführlich erklären zu lassen. Dazu werden Gesprächstermine angeboten, wobei die Kinder zu den ersten Gesprächen mitkommen sollen, da es um ihre Zukunft geht.

Auf der jährlich stattfindenden Informationsveranstaltung der weiterführenden Schulen werden den Eltern die von den unterschiedlichen weiterführenden Schulen erwarteten Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler erläutert. Nach Abgleich des Ist- Zustandes in der Grundschule und den zukünftigen Erwartungen der weiterführenden Schulen wird dann in einer Konferenz über die Schullaufbahnempfehlung gesprochen und mehrheitlich entschieden, für welche Schulform ein Kind empfohlen werden soll.

Die Rückmeldung über die Schülerinnen und Schüler, die die Schule verlassen haben, erfolgt über Notenlisten der aufnehmenden Schulen. Dazu werden Abgangsvermerke mitgeteilt, so dass eine Kontrolle der Kriterien für die jeweilige Schullaufbahn durchgeführt werden kann.

 

Lernen in der Altendorfer Grundschule

Nach Inkrafttreten der Kerncurricula im Sommer 2006 haben in allen Fächern Fachkonferenzen stattgefunden, bei denen neue Arbeitspläne für die einzelnen Fächer, aber auch fächerübergreifende Unterrichtsinhalte entwickelt wurden.

Für die Eingangsstufe werden zweijährige Arbeitspläne , für die darauf folgenden Klassenstufen werden jährliche Arbeitspläne erstellt. So soll eine koordinierte schulische Arbeit gewährleisten werden.

Verschiedene, sich ergänzende Unterrichts- und Sozialformen kennzeichnen den Unterricht an der Altendorfer Grundschule. Ein auf Kompetenzerwerb ausgerichteter Unterricht stellt die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt unterrichtlichen Handelns. Dabei bestimmt individualisiertes Lernen ebenso den Unterrichtsalltag wie soziale Lernformen: Die Arbeit mit Tages- oder Wochenplänen individualisiert den Lernprozess, fördert den kritischen Umgang mit eigenen Produkten (Selbstkontrolle) und steigert die Effizienz des Unterrichts.

Partner- und Gruppenarbeit, sowie gruppen- und klasseninterne Arbeit an Projekten fördern die sozialen Kompetenzen der Kinder ebenso wie ihre Fähigkeit, spezielle Begabungen und Fähigkeiten in den Unterricht für alle gewinnbringend einzusetzen.

Lehrerzentrierte Phasen dienen der direkten Wissensvermittlung oder Organisation von Lernprozessen. In diesem Sinne verstehen wir die Rolle des Lehrers und der Lehrerin als die eines Planers und Organisators von schulischen Prozessen.

Mit der Einführung der Eingangsstufe ist die Planung und Durchführung von differenzierten und individualisierten Lernprozessen Notwendigkeit geworden. Diese Entwicklung muss in den Jahrgangsklassen Berücksichtigung und Weiterführung finden.

Die beschriebenen Unterrichts- und Sozialformen bedürfen einer speziellen, auf die Bedürfnisse von Kindern im Grundschulalter abgestimmten Lernatmosphäre. Darunter verstehen wir nicht nur eine kindgerechte, ansprechende und anregende Klassenraum- und Schulgestaltung, sondern auch die klassen- und gruppeninternen Umgangsweisen miteinander. Ziel soll sein, ein entspanntes, freundliches und partnerschaftliches Umgehen miteinander zu entwickeln. Dazu dient neben der Schulordnung eine gemeinsam entwickelte Klassenordnung, für deren Einhaltung alle Mitglieder der Klassengemeinschaft verantwortlich sind. Eine stärkere Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in Entscheidungsprozesse der Schule wird angestrebt.

Zu einer positiven Lernatmosphäre gehört auch ein sinnvoller Wechsel von Phasen der Arbeit und Anstrengung und Phasen der Erholung, der Bewegung und auch der Stille. Klassenrituale sind wichtiger Bestandteil und Orientierungshilfe für Kinder im Grundschulalter. Sie vermitteln ein Gefühl der Beheimatung und Sicherheit.

Das Klassenlehrerprinzip ermöglicht diese Rhythmisierung des Schulvormittags. Um eine zu starke Fixierung auf eine Lehrperson zu vermeiden, wird bereits in der Eingangsstufe ein Teil des Unterrichts als Fachunterricht erteilt. Außerdem findet beim Übergang in Klasse 3 ein Klassenlehrerwechsel statt.

Frei wählbare Arbeitsgemeinschaften sind fester Bestandteil der Arbeit in der Altendorfer Grundschule. In einer Unterrichtsstunde pro Woche können die Schülerinnen und Schüler aus den 3. und 4. Jahrgängen klassen- und jahrgangsübergreifend Angebote aus dem musisch-kulturellen, sportlichen oder spielerischen Bereich wählen.

Eine wichtige, den Unterricht ergänzende Maßnahme bildet der Besuch außerschulischer Lernorte. Unterrichtsinhalte werden hier anschaulich und begreifbar gemacht. Im Sinne der Öffnung von Schule besuchen Klassen der Altendorfer Grundschule regelmäßig außerschulische Lernorte, sowohl im Stadtteil, in der Stadt, aber auch in der Region. Auch Begegnungen mit Experten oder Zeitzeugen bereichern den Unterricht.

Als regelmäßiger Teil des Schullebens finden alle zwei Jahre jahrgangs- und klassenübergreifende Projekte statt. In verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeiten Kinder und Lehrerinnen und Lehrer unterschiedliche Aspekte eines gemeinsamen, vorher beschlossenen Themas. Am Ende einer Projektphase steht die Präsentation von Arbeitsergebnissen, die den Eltern und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Neben Projekten, in die die ganze Schule einbezogen wird, sind auch kleinere Projekte auf Eingangsstufen- oder Klassenebene denkbar.

Der Umgang mit Computern spielt im Leben von Grundschülern bereits eine wichtige Rolle. Neben den Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen sollten Kinder dieses Alters unbedingt ein bestimmtes Maß an Medienkompetenz entwickeln.

Diese soll durch den Einsatz von Lern- und Übungssoftware, Schulung im Umgang mit Hardware und Anwendersoftware, den Einsatz der Computer im fächerübergreifenden Unterricht, die Informationsentnahme aus Datenbanken und Internet, die Einbeziehung in die Gestaltung der schuleigenen Homepage, sowie durch Kontaktaufnahme und Informationsaustausch mit anderen Schulen, z. B. per E-Mail oder Webcam aufgebaut werden.

Neben der regulären Sexualerziehung, die vornehmlich im Sachunterricht durchgeführt wird, nehmen die 3. bzw. 4. Klassen im zweijährigen Turnus am Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“ teil. Es wird von der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück durchgeführt.

Durch Teilnahme am Regionalen Integrationskonzept ist eine sonderpädagogische Grundversorgung gewährleistet. Pro Klasse stehen 2 Unterrichtsstunden zusätzlich zur Verfügung, in denen Lehrerinnen und Lehrer des zuständigen Förderzentrums präventiv mit Kindern, bei denen Schulprobleme drohen, arbeiten. Ist bei einem Kind ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden, bleibt es nach Möglichkeit in der Altendorfer Grundschule, um es nicht durch Schulwechsel aus seinem sozialen Umfeld zu entfremden.

Sonderpädagogische Förderung findet nach einem schulinternen Förderkonzept als Einzel- oder Gruppenförderung auf Jahrgangsebene oder auch jahrgangsübergreifend innerhalb und außerhalb des normalen Unterrichts statt und wird ebenfalls durch Lehrerinnen und Lehrer des zuständigen Förderzentrums durchgeführt. Die Stundenverteilung wird in einer Dienstversammlung abgesprochen und muss aus den der Schule zur Verfügung stehenden sonderpädagogischen Förderstunden bestritten werden.


Zusammen leben in der Altendorfer Grundschule

Grundlage für soziale Erfahrungen und Verantwortlichkeiten ist die Schulordnung. Sie wurde von der Gesamtkonferenz beschlossen und soll regelmäßig den sich verändernden Bedingungen angepasst werden.

Als verlässliche Grundschule bietet die Altendorfer Grundschule neben den regelmäßigen Unterrichtszeiten täglich eine Betreuung der Kinder der Eingangsstufenklassen bis 13 Uhr an. Diese Betreuung findet unter Leitung der pädagogischen Mitarbeiterinnen unserer Schule statt und ist kostenlos.

Bedürfnisse und Lebenssituation der Kinder stehen im Mittelpunkt. So wird ihnen in altersangemessener Weise die Möglichkeit zum freien Spiel und zu verschiedenen kreativen Angeboten gegeben. Als Beispiele seien genannt: Gesellschaftsspiele, Lese- und Ruheecke zum Entspannen und Zuhören, der Mal- und Basteltisch u. a. mit jahreszeitlich orientierten Angeboten, der Puppen- und Playmobilbereich für Rollenspiele, die Bau- und Legoecke, sowie der Schulhof zum Bauen, Spielen und Klettern.

Darüber hinaus bieten wir den Familien ab dem Schuljahr 2007/2008 an vier Tagen in der Woche eine offen wählbare Ganztagsbetreuung bis ca. 15.30 Uhr an. Nach einer Mittagsmahlzeit können die Kinder unter Aufsicht bzw. Anleitung ihre Hausaufgaben erledigen und dann aus einem Freizeitangebot verschiedene Aktivitäten wählen. Auch hier werden die Kinder von qualifiziertem Personal betreut.

Bislang haben Patenschaften der 4. Klassen den Schulneulingen den Einstieg in das Schulleben erleichtert. Im Rahmen der Eingangsstufe werden sich Helfersysteme auch stufenimmanent ergeben.

Wir halten es für wichtig und erstrebenswert, das „alltägliche“ Schulleben durch schulische und außerschulische Veranstaltungen nicht nur abwechslungsreich zu gestalten, sondern auch zu bereichern:

Alle zwei Jahre finden im Wechsel vor den Sommerferien die Farbenolympiade (ein „etwas anderes Sportfest“) und das – von den Eltern organisierte – Sommerfest statt.

Jahreszeitliche Feiern bereichern das Schulleben. Während der Adventszeit finden so z. B. gemeinsam gestaltete Wochenanfangsstunden statt, die ihren Abschluss in der gemeinsam gefeierten Weihnachtsfeier mit “weltlichen“ und christlichen Beiträgen finden.

In jedem Schulhalbjahr ist der Besuch einer Theatervorführung geplant (z. B. Freilichtbühne, Vorführungen im KTS oder Einladung von Wanderbühnen in die Schule, etc.).

Vor der Einschulungsfeier der Schulneulinge haben Eltern und Kinder die Möglichkeit der Teilnahme an einem Einschulungsgottesdienst.

Über das tägliche Lernen hinaus veranstalten alle Klassen ein- bis zweimal im Jahr Eltern-Kinder-Nachmittage, an denen Eltern „live“ in lockerer Atmosphäre erleben können, was ihre Kinder im Unterricht erarbeitet haben.

In allen Schuljahren finden – in zunächst kleinerem Rahmen – Schulausflüge und Schulfahrten – statt, die zwei wichtigen pädagogischen Zielen dienen sollen. Zum einen wird durch das Lernangebot an außerschulischen Lernorten die Neugier und Lernbereitschaft der Kinder in besonderem Maße geweckt, zum anderen verstärkt das gemeinsame Erleben das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Klassengemeinschaft, fördert das einander Kennenlernen und trägt dazu bei, Schwierigkeiten im Umgang miteinander zu überwinden.

Während in der Eingangsstufe die Ziele der Tagesfahrten und/oder Wanderungen in der näheren Umgebung liegen (Tierparks in Nordhorn und Rheine, Wanderungen im Stadtgebiet), fahren die dritten und vierten Klassen zu Zielen innerhalb und außerhalb des Kreisgebietes. Die Klassenfahrten umfassen gewöhnlich 2-4 Übernachtungen und beinhalten pädagogische Programme, die vor Ort Erkundungen historischer, biologischer, geografischer Art etc. zulassen, wobei den Schülern ein breiter Raum bleibt, die gemeinsame Freizeit zu gestalten.

 

Schule als Lern- und Lebensort

Das Schulgebäude stammt zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert. Dementsprechend strahlt es einen gewissen „altmodischen Charme“ aus. Es wird versucht, durch die bereits erneuerte Beleuchtung der Flure sowie die Ausstellung von Schülerarbeiten in Vitrinen und an Pinwänden eine freundliche Atmosphäre zu schaffen.

In Gesprächen mit dem Schulträger werden Möglichkeiten der umfassenden Renovierung und Erneuerung des Schulgebäudes geprüft.

Alle Klassenräume der Schule sind mittlerweile mit neuen, leicht umstellbaren Tischen und Stühlen ausgestattet worden. So lassen sich schnell den Unterrichtserfordernissen entsprechende Sitzanordnungen (Stuhlkreis, Gruppentische, etc.) einrichten.

Die Lehrer und Schüler bemühen sich gemeinsam um eine freundliche, ansprechende Gestaltung der Räume durch Ausstellungen der Arbeitsmaterialien und –ergebnisse aus den verschiedenen Unterrichtsfächern.

Grundsätzlich sind die einzelnen Klassen für eine angemessene Mülltrennung und –entsorgung verantwortlich. Im Unterricht werden umweltfreundliche und kindgerechte Medien und Materialien verwandt.

Der Schulhof erhielt im Jahr 2004 dank des tatkräftigen Engagements der Elternschaft mehrere Spielgeräte auf dem rückwärtigen grasbewachsenen Teil. Das Installieren weiterer Spielmöglichkeiten sowie der Bau eines Häuschens für die Ausgabe des Pausenspielzeugs sind kurz vor Abschluss der Planung.

Neben einem bewegungsfreundlichen Schulhofteil haben wir ein Beet, in dem besonders Frühblüher beobachtet und gepflegt werden.

Für die Sauberkeit des Schulhofs sorgt ein regelmäßig wechselnder Schulhofdienst.

Die Umgebung der Schule ermöglicht eine ortsnahe Mobilitätserziehung: Mit dem Fußgängerdiplom in der Eingangsstufe und der Radfahrerziehung in den Klassen 3 und 4 leisten wir unseren Beitrag zur Verkehrssicherheit unserer Schülerinnen und Schüler.


Die Altendorfer Grundschule als offene Schule

Mit ihrer langen Geschichte hat die Altendorfer Grundschule eine wichtige Funktion für den Sozialraum Altendorf und die Innenstadt. Ihre Integration in den Stadtteil, Kontakte zu den Menschen im Umfeld der Schule, zu Kirchen, anderen Religionsgemeinschaften, zu Betrieben und Unternehmen sind somit unabdingbarer Bestandteil eines aktiven Schullebens.

Die Altendorfer Grundschule unterhält regelmäßige und intensive Kontakte zu außerschulischen Trägern wie der Musikschule der Stadt Nordhorn, der Kunstschule der Städtischen Galerie und der Stadtjugendpflege. Auch mehrere Sportvereine, die ihre regelmäßigen Übungsstunden in der Turnhalle der Altendorfer Grundschule abhalten, sind potentielle Kooperationspartner.

Mit der städtischen Kindertagesstätte „Haus für Kinder“ besteht eine Vereinbarung über die gegenseitige Informationen und Abstimmung über Ziele, Aufgaben, Arbeitsweisen und Organisationsformen. Wechselseitige Hospitationen, gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen und Besuche mit den Kindern soll die Arbeit beider Institutionen enger verzahnen.

Auch mit der Hauptschule und der Realschule im Schulzentrum Deegfeld wird die Zusammenarbeit intensiviert. Neben einer besseren Abstimmung der schulischen Arbeit und der Rückmeldung über die weitere Laufbahn unserer Schülerinnen und Schüler sollen diese im zweiten Halbjahr des vierten Schuljahrgangs die Möglichkeit der Teilnahme an Angeboten für die Klassen 5 der Hauptschule oder auch der Realschule im Rahmen des Ganztagsbetriebes erhalten.

Die Altendorfer Grundschule beteiligt sich derzeit an verschiedenen Veranstaltungen und sportlichen Wettkämpfen auf Stadtebene, wie z. B.:

  • Fußball : „Johann-Nyhuis-Cup“, Schulturnier für Nordhorner Grundschulen
  • Leichtathletik : Hallensportfest – Vergleichswettkampf der Grundschulen
  • Schach : Wettkämpfe zur Bezirksmeisterschaft der Grundschulen und evtl. weiteren Ligen
  • Stadtlauf „Nordhorner Meile“
  • Hallenfußballturnier
  • Lesen : „Lese-Regatta“, Lesewettbewerb der besten Leser der 3. Jahrgänge der Grundschulen

Die räumliche Nähe zu den Niederlanden ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen. Deshalb sollen bestehende Schulpartnerschaften zu Grundschulen fortgeführt und ausgebaut werden.

Es hat sich für unsere Schule als sehr fruchtbar erwiesen, den Austausch und die Begegnung mit Schulen in anderen Ländern zu pflegen. Auch bei den Schülerinnen und Schülern konnte in der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Schulen interkulturelle Kompetenz angebahnt werden.

Nach drei Jahren erfolgreicher Teilnahme am Comenius-Projekt der Europäischen Union mit dem Projekt „Leben am Wasser – Wasser ist Leben“ und guten Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit drei anderen europäischen Schulen wird eine regelmäßige Teilnahme an internationalen Schulprojekten angestrebt.

 

Zusammenarbeit mit Eltern

Eltern und Kollegium finden vielfach Gelegenheit zur Zusammenarbeit und zum Austausch in Erziehungsfragen. Auf Klassenelternabenden werden Unterrichtskonzepte vorgestellt und Erziehungsfragen gemeinsam besprochen, die die ganze Klasse betreffen.

Parallel dazu werden auf den jährlich im November stattfindenden Elternsprechtagen Einzelgespräche geführt. Bei Bedarf besteht auch außerhalb dieser festgelegten Termine jederzeit die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen.

Aus den Vorsitzenden und Vertretern der Klassenelternschaften setzt sich der Schulelternrat zusammen. Er befasst sich mit Themen, die die ganze Schule betreffen. Der Schulelternrat wählt aus seinen Reihen Mitglieder, die an den Gesamt- und Fachkonferenzen stimmberechtigt teilnehmen.

Eltern unterstützen die Arbeit der Altendorfer Grundschule in vielfältiger Weise.

Gerade bei der Einführung neuer Konzepte wie Schuleingangsstufe und Ganztagsschule ist die Zusammenarbeit mit den Eltern unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen der schulischen Arbeit.

Sie können sich in die Planung und Weiterentwicklung unserer Schule einbringen, indem sie an gemeinsamen Fortbildungen und an Ausschüssen teilnehmen.

Eltern sorgen als Elternlotsen für einen sicheren Schulweg der Kinder. Sie ermöglichen eine breit gefächerte Differenzierung durch ihre Mitarbeit bei Förderungen im Bereich Lesen.

Der Umfang, in dem viele Projekte und sportliche Veranstaltungen stattfinden, wird erst durch die Mithilfe, bzw. Organisation von Eltern möglich.

Der von Eltern gegründete Förderverein der Altendorfer Grundschule will die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus fördern, das Zusammengehörigkeit zwischen Schule, Eltern, ehemaligen Schülern und Freunden der Schule erhalten und fördern, sowie Projekte finanziell unterstützen, für die der Schulträger nicht zuständig ist.

 

Die Altendorfer Grundschule als Arbeitsplatz

Das Kollegium setzt sich zusammen aus Lehrerinnen und Lehrern, Förderschullehrkräften, pädagogischen Mitarbeiterinnen, städtischen Angestellten und der Schulleitung zusammen.

An dieser Schule finden Teamarbeit und gegenseitige Supervisionen in vielfältiger Weise statt. Fest integriert in den Stundenplan sind sowohl die pädagogischen Mitarbeiterinnen als auch die Lehrerinnen und Lehrer aus dem zuständigen Förderzentrum im Rahmen der Teilnahme am Regionalen Integrationskonzept. Diese regelmäßigen Doppelbesetzungen ermöglichen gezieltes und differenzierendes Arbeiten und Fördern innerhalb einer Klasse, sowie eine Rückmeldung über Unterrichtsstile und Unterrichtsstörungen..

Innerhalb eines Jahrgangs sprechen sich die Kollegen bezüglich einzelner Themen und Fächer in unterschiedlicher Intensität miteinander ab. In einigen Jahrgängen finden klassenübergreifende Förderungen in Kleingruppen statt (z. B. Leseförderungen).

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kolleginnen und Kollegen gibt es auch bei der Planung von Festen, Projekten oder der Entwicklung von pädagogischen Konzepten.

Als sehr angenehm und hilfreich wird von allen die Tatsache empfunden, dass Probleme – welcher Art auch immer- offen angesprochen werden können und dass bei der Problemlösung mit der Hilfe und Unterstützung des restlichen Kollegiums gerechnet werden kann.

Regelmäßig nehmen Kolleginnen einzeln oder in Kleingruppen an Fortbildungen teil. Diese sind sowohl fach- als auch interessenbezogen. Ganz automatisch ergibt sich dann oft eine Aufteilung des Kollegiums in Interessengruppen. Als Beispiel sei hier die Vorbereitung auf die Schuleingangsstufe genannt, zu der viele Fortbildungen und Besuche anderer Schulen gehören.

Regelmäßig finden schulinterne Lehrerfortbildungen zu unterschiedlichen, das gesamte Kollegium betreffende, Themen statt.

Bestimmte Gremien und Konferenzen sind gesetzlich vorgeschrieben und tagen regelmäßig oder bei besonderen Anlässen, so die Gesamtkonferenz, Fachkonferenzen, Klassen- und Zeugniskonferenzen.

Bei auftretenden Lern- und Verhaltensstörungen holen die Lehrer Hilfestellung von außerschulischen Fachleuten, bzw. geben den Eltern Tipps für entsprechende Anlaufstellen.

Bei geselligen Unternehmungen wie dem jährlich stattfindenden Betriebsausflug in den Sommerferien sowie einem gemeinsamen Essen in der Vorweihnachtszeit trifft sich das Kollegium außerhalb der Schule.

Alle fünf Jahre wählt das Kollegium eine Personalvertretung, die die Vermittlerrolle zwischen Kollegium und Schulleitung übernimmt. Sie vertritt die Interessen von Kollegen gegenüber der Dienststelle. Personelle Veränderungen wie Versetzungen, Einstellungen und Abordnungen können nur mit ihrer Zustimmung erfolgen.

 

Zusammenarbeit mit dem Schulträger

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Schulträger ist eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Schulqualität.

Die Ausstattung der Schule sollte sich dabei an den pädagogischen Voraussetzungen und Notwendigkeiten orientieren, die das Schulprofil definiert. Eine hochwertige, kinderfreundliche und anregende Ausstattung unterstützt den pädagogischen Prozess in der Schule.

Die Schule verpflichtet sich für einen sorgfältigen und nachhaltigen Umgang mit den vom Schulträger bereitgestellten Ressourcen. Über die Verwendung des Budgets entscheiden die Schulgremien.

 

Das Arbeitsprogramm bis 2010: Entwicklungsziele und Umsetzungsmaßnahmen

Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 werden alle niedersächsischen Schulen eigenverantwortlich. Der neu einzurichtende Schulvorstand wird in enger Absprache mit der Gesamtkonferenz unserer Schule die für die Umsetzung notwendigen Maßnahmen erörtern und beschließen.

Das Kollegium der Altendorfer Grundschule überprüft die Möglichkeit, zur weiteren Qualifizierung der Arbeit ein Konzept der „Weltorientierung“ zu entwickeln. Die damit verbundenen inhaltsbezogenen und prozessbezogenen Kompetenzen könnten den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit darstellen. Dies könnte zunächst bedeuten:

  • In jedem Schulhalbjahr wird ein Thema zur gleichen Zeit in allen Klassen auf den jeweiligen Anforderungsniveaus bearbeitet. Die Ergebnisse werden den anderen Schülerinnen und Schülern in geeigneter Form präsentiert.
  • Die Schülerinnen und Schüler bereiten zu vorgegeben oder auch selbst gestellten Themen Vorträge vor, die sie vor der Klasse halten. Damit kann bereits in der Eingangsstufe begonnen werden.
  • In der Schule wird eine Mediothek aufgebaut, die als Ideen- und Materialsammlung die Vorbereitung der Referate vereinfachen soll.
  • Diese Materialsammlung soll auch durch digitale Medien ergänzt werden.
  • Angestrebt wird ein regelmäßiger gemeinsamer Wochenabschluss („Forum“), bei dem einzelne Klassen Unterrichtsergebnisse vorstellen können.

Zur Unterstützung dieser Entwicklungsarbeit sollten außerschulische Partner wie z. B. Hochschulen gewonnen werden.

Durch den regelmäßigen Besuch von Fortbildungsveranstaltungen wird die bereits hohe Qualität des Unterrichts weiter gesichert. Notwendig ist eine gezielte Planung von Qualifikationsmaßnahmen. In einer Dienstversammlung soll ein Fortbildungskonzept erarbeitet werden.

Kinder mit besonderen Begabungen sind bisher durch differenzierende Maßnahmen im Unterricht „gefordert“ worden. Am Ende der Grundschulzeit wurden dem Gymnasium Kinder mit besonderen Begabungen für die dort praktizierte Hochbegabtenförderung vorgeschlagen

Die Altendorfer Grundschule sollte neben einem Förderkonzept für leistungsschwache Kinder ein eigenes Konzept für die Hochbegabtenförderung entwickeln.

Nachdem bereits im Unterricht der 4. Klassen Streitschlichtermodelle erarbeitet werden, werden weitere Möglichkeiten der Schülermitbestimmung, wie etwa die Einrichtung eines Schulparlaments geprüft.

Unter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler soll die Schulordnung bis zum Schuljahr 2008/09 überprüft und aktualisiert werden.

Im Sinne der Öffnung von Schule wird das Kollegium der Altendorfer Grundschule die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und städtischen Einrichtungen, sowie anderen Einrichtungen wie z. B. der Sozialraumarbeitsgemeinschaft, dem runden Tisch für Ausländerfragen etc. vertiefen.

Auch die internationalen Kontakte sollen weiterentwickelt werden. Die Schulpartnerschaften mit niederländischen Basisschulen werden durch gegenseitige Besuche, gemeinsame Klassenfahrten und Zusammenarbeit auf Ebene der Kollegien intensiviert.

Es wird eine weitere Beteiligung am Comenius-Projekt der Europäischen Union ab Sommer 2008 angestrebt.

Die räumlichen Bedingungen an der Altendorfer Grundschule müssen dringend verbessert werden. Diesbezügliche Verhandlungen mit dem Schulträger laufen bereits und Haushaltsanmeldungen sind für das Haushaltsjahr 2007 sind eingestellt worden.

Neben der Errichtung einer festzulegenden Anzahl von Unterrichtsräumen in einem Neu- (oder An-)bau erfordert die pädagogische Arbeit einen Multifunktionsbereich, der sowohl als Versammlungsraum, Essraum mit Kücheneinrichtung, Pausenhalle und Verbindung zwischen dem alten Gebäude und dem Neubau genutzt werden soll.

Auch das Hauptgebäude müsste baulich den pädagogischen und veränderten schulischen Bedingungen angepasst werden, sowie ästhetisch aufgewertet werden.

 

Veröffentlichung des Schulprogramms

Das vorliegende Schulprogramm wurde von der Gesamtkonferenz der Altendorfer Grundschule am 15.05.2007 beschlossen und zum 150jährigen Schuljubiläum am 07.07.2007 veröffentlicht.

 

Evaluation und Fortschreibung

Das Schulprogramm der Altendorfer Grundschule dient als Grundlage für einen offenen Prozess der Verbesserung der Schulqualität. Deshalb ist eine ständige Fortschreibung notwendig.

Auf der letzten Gesamtkonferenz des Schuljahres soll daher die Arbeit des vergangenen Schuljahres evaluiert, sowie über die Ziele für das nächste Schuljahr entschieden werden.

Im Schuljahr 2008/09 führt die Altendorfer Grundschule eine Selbstevaluation durch.

Im Schuljahr 2009/10 soll das Schulprogramm unserer Schule überprüft und aktualisiert werden.